Empfohlene Nahrungsergänzungsmittel

Supplementieren ja oder nein? Welche Nahrungsergänzungsmittel machen Sinn?

 

 

Was sind eigentlich Narungsergänzungsmittel (NEM)?

Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte zur erhöhten Versorgung des menschlichen Stoffwechsels mit bestimmten Nähr- oder Wirkstoffen im Grenzbereich zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln.

Rechtlich ist diese Produktgruppe im EU-Recht durch die Richtlinie 2002/46/EG geregelt. Dabei sind insbesondere die zulässigen Mineralstoffe und Vitamine vorgegeben.
In der hierauf basierenden Nahrungsergänzungsmittelverordnung ist ein Nahrungsergänzungsmittel:

„ein Lebensmittel, das

  1. dazu bestimmt ist, die allgemeine Ernährung zu ergänzen,
  2. ein Konzentrat von Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung allein oder in Zusammensetzung darstellt und
  3. in dosierter Form, insbesondere in Form von Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen, Brausetabletten und anderen ähnlichen Darreichungsformen, Pulverbeutel, Flüssigampullen, Flaschen mit Tropfeinsätzen und ähnlichen Darreichungsformen von Flüssigkeiten und Pulvern zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen in den Verkehr gebracht wird.“

Da sie rechtlich zu den Lebensmitteln gehören, fallen sie in Deutschland unter die Regelungen des Lebensmittel- und Futtergesetzbuchs (LFGB). Die erlaubten Vitamine und Mineralstoffe sind in Anhang 1 der Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV) aus dem Jahr 2004 aufgeführt. Als weitere Inhaltsstoffe sind sonst ausschließlich lebensmittelspezifische Rohstoffe gemäß LFGB und Novel-Food-Verordnung zugelassen.

Werbeaussagen und -versprechungen über Nahrungsergänzungsmittel werden durch die Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 (Health Claims) geregelt. Eine abgesicherte Positivlistung hierzu liegt bei der EU zur Einsicht aus, ist aber noch nicht parlamentarisch beschlossen. Krankheitsbezogene Aussagen und Indikationen sind, wie für andere Lebensmittel auch, nicht zulässig.

Quelle: Wikipedia

 

Nahrungsergänzungsmittel sind umstritten und es gibt zu dem Thema viele Meinungen

Discount-Ware enthält, in der Regel, viele unerwünschte Zusatzstoffe. Gerade in bekannten Nahrungsergänzungsmitteln für die – in den Medien – viel geworben wird, bleibt am Ende nicht mehr viel Geld übrig für den eigentlichen Wirkstoff.
Die Discount-Waren sind deshalb eher niedrig dosiert und meist wirkungsschwach.

Oft werden Nahrungsergänzungsmittel auch grundsätzlich abgelehnt (Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)) und es wird behauptet, mit einer „normalen, gesunden und ausgewogenen“ Ernährung seien wir ausreichend versorgt. Ausschließlich in Notzeiten, Schwangerschaft, Rekonvaleszenz sei die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll.

Sicherlich wäre es schön alle Mikronährstoffe über die Nahrung aufzunehmen. Es heißt, Mikronährstoffe würden über die Nahrung besser vom Körper verstoffwechselt, weil sie so in optimaler Form vorlägen. Das wäre sicher der optimale Zustand.
Aber wer weiß wirklich wieviele Nährstoffe noch in dem Apfel enthalten sind, der schon seit einer Woche in der Schreibtischschublade liegt oder dem Mittagessen, welches schon das zweite mal aufgewärmt wurde? Ohne Ernährungstagebuch tappen wir meist im Dunkeln und können nur raten.

 

Wer ernährt sich wirklich gesund und ausgewogen?

Bei der Auswertung von Ernährungstagebüchern stelle ich oft fest, dass wir meistens nicht so gut versorgt sind, wie uns eingeredet wird. Wer FdH lebt, eine Dauerdiät macht oder sich auf andere Art in der Ernährung beschränkt, ist besonders gefährdet. Auch Fast Food, Junk Food, Rauchen, regelmäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, Streß, sehr viel Sport usw. tragen zur Unterversorgung bei.

Die Harvard School of Public Health (in der Forschung sehr weit vorn) empfiehlt, neben einer gesunden Ernährung täglich eine Multivitamintablette (also Nahrungsergänzungen) einzunehmen.
Diese verbessere jede suboptimale Ernährung. Die tägliche Multivitamintablette wird als „preiswerter Versicherungsschutz“ bezeichnet. Auch eine Zufuhr von Vitamin D wird bei älteren sowie dunkelhäutigen Menschen empfohlen, insbesondere im Winter in weiter vom Äquator entfernten Breitengraden

 

Der Optimalzustand

Optimal wäre eine ausreichende Versorgung mit gesunden, naturbelassenen und möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln.
Wenn wir darüber hinaus viel Bewegung und ausreichend Muskulatur haben, um im Anschluß viele Kalorien, Makro- und Mikronährstoffe aufnehmen zu können, haben wir eine gute Chance drahtig und gesund zu bleiben.

 

Meine Empfehlungen – sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel für Veganer*innen

Wenn du Veganer*in bist und in einem Industrieland wie Deutschland lebst, solltest du – meiner Ansicht nach – auf bestimmte Nahrungsergänzungsmittel nicht verzichten.

Beachtenswert für Veganer*innen sind die Vitamine B12, B2 und D, Mineralstoffe wie Jod, Zink, Eisen, Magnesium und Calcium, sowie die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA.

Mit einem abwechslungsreichen Speiseplan erhalten Veganer*innen im besten Fall diese Nährstoffe (mit Ausnahme von Vitamin B12) in ausreichendem Maße.

Ich persönlich nehme Jod in Form von Nori-Algen auf. Du kannst dies auch mit der Verwendung von Jodsalz erreichen.

Calcium ist z.B. in grünem Gemüse und Sesam enthalten. Sie sollten deshalb immer ausreichend verzehrt werden.

Magnesium nehme ich in Form von Fußbädern. Lies dazu diesen Beitrag.

Zum Thema Omega-3-Fettsäuren kann ich dir diesen Beitrag empfehlen oder du besuchst eines meiner Öle- und Fette-Seminare.

Eisen kann gut durch entsprechende Lebensmittel aufgenommen werden. Vielsportler brauchen (nicht nur vom Eisen) mehr und sollten dies beachten.

 

Vitamin B12 + B-Komplex + Folsäure – Jahresvorrat 

Vitamin D – nur 1 Tablette alle 20 Tage

Vitamin K – täglich – immer begleitend zu Vitamin D

Zink – nicht nur im Winter sinnvoll!

 

Extras – nicht nur für Veganer*innen

OPC – Traubenkernextrakte

 

Anmerkungen: Diese Tipps sind Empfehlungen, die meinen Erfahrungen und jetzigem Wissenstand entsprechen. Sie ersetzen keine medizinische Beratung durch einen Arzt. Ernährung ist individuell und es gibt persönliche Besonderheiten und Einschränkungen auf die du achten solltest.

Fotos: © segovax / PIXELIO

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