Aktionsplan erstellen – Schritt für Schritt zum Ziel!

Selbstcoaching

3. Teil

 

 

 

 

Einen Aktionsplan erstellen – Schritt für Schritt zum Ziel!

 

Auf dem Papier haben wir Ziele entwickelt und auch nach dem Warum gefragt.

Eine gute Möglichkeit, jetzt in die Gänge zu kommen, ist, einen konkreten Aktionsplan zu erstellen.

Du kannst erst einmal mit einer kleineren, überschaubaren Aufgabe beginnen, z.B. einen Ausflug planen, den Schreibtisch aufräumen, die Küche renovieren o.ä.

Falls diese Bereiche dir schon sehr viele Schwierigkeiten bereiten, könntest du auch mit etwas ganz anderem anfangen – aus einem Aufgabengebiet, dass dir vielleicht etwas leichter fällt. Es sollte dich dennoch so weit fordern, dass du am Ende ein größeres Erfolgserlebnis spürst, weil du etwas von dem geschafft hast, was du vorher mit allen möglichen Tricks vermieden oder aufgeschoben hast.

 

„Nimm‘ Dir Zeit zum Nachdenken; aber wenn die Zeit zum Handeln kommt,

hör‘ auf zu denken und tu‘ es.“

Napoleon Bonaparte

 

Einen Aktionsplan erstellen – so geht`s :

 

1. Schreibe möglichst detailgenau auf, was du benötigst, um dein Ziel zu erreichen.

 

2. Dann frage dich:

„Was hat mich bisher davon abgehalten mein Ziel zu erreichen, meinen Plan umzusetzen?“

  • Wie kannst du diese Hinderungsgründe aus dem Weg räumen?
  • Welche konkreten Schritte ergeben sich daraus?

 

Ein fiktive Beispiel, zur Anschauung:

Du wünscht dir eine neue Partnerschaft

Was kannst du z.B. tun, um potentiellen Partner*Innen überhaupt zu begegnen? Sammle Ideen!

Zum Sport gehen, in Internet-Foren anmelden, zum Speed Dating, Tanzkurs, Shoppen, Spazieren gehen, Bahnfahren, einen Gastronomiejob annehmen usw.

Was hat dich bisher daran gehindert eine/n neue/n PartnerIn zu finden?

Dir kamen nicht die „richtigen“ Ideen, du hattest keine Zeit, nicht das passende Outfit, zu träge, 10 Kilo zuviel, nicht die passende Frisur, einen Bart, keinen Bart, zu wenig Geld, warst du schüchtern usw.

Wie kannst du die Hinderungsgründe und/oder Ausreden aus dem Weg räumen?

Du könntest zum Friseur gehen, eine Diät beginnen, dir (endlich) ein passenderes Outfit zulegen oder in Gruppen gehen, in die dein Outfit passt. Du kannst nach Möglichkeiten suchen, die mit wenig Kosten verbunden sind oder vielleicht irgendwo mithelfen wo das angeboten wird, was du gern hättest. Du kannst dir einen Therapeuten oder Coach suchen der/die dich ein Stück begleitet…..

 

3. Enwickle aus deinen Ideen Strategien, um deinen Aktionspan umzusetzen.

Welche Schritte sind jeweils als nächstes zu tun? Schreibe auch dies auf.

 

4. Bringe nun die jeweiligen Schritte in eine sinnvolle Reihenfolge.

 

5. Anschließend setzt du dir zeitnahe Deadlines und schreibst diese hinter jeden der ersten Schritte.
  • Dies ist sehr wichtig, um Verbindlichkeit zu schaffen – ausserdem sind wir „Unter Druck“ produktiver und letztendlich erfolgreicher.

 

6. Schreibe hinter jeden der Schritte auch die jeweils nächste kleine Handlung, die getan werden muss, um diesen Schritt umzusetzen.
  • Mit nächster kleiner Handlung sind festumrissene Aufgaben gemeint, die in maximal 15 Minuten erledigen werden können.
  • Du solltest bei diesen kleinen Aufgaben klar vor Augen haben, was konkret zu tun ist.

 

Nächste Handlungen könnten, auf das obige Beispiel bezogen, folgende sein:

  • Den bestgekleidetsten Freund anrufen und um Hilfe in Sachen Outfit bitten.
  • 10 Orte heraussuchen, an denen sich Singles tummeln, bzw. an denen man Singles findet.
  • Friseurtermin machen oder die beste Freundin bekochen und sich – im Gegenzug – die Haare schneiden lassen.

 

Es ist wichtig, dass die nächste, kleine Handlungoperationalisiert“ ist, das heißt, es muss auf einen Blick und ohne weiteres Nachdenken sichtbar sein, was zu tun ist.

  • Damit machen wir es uns selbst schwerer, eine Aufgabe aufzuschieben oder uns spontan mit anderen Dingen abzulenken.

 

7. Setze nun den nächsten kleinen Schritt auf deiner Liste um.

 

Ein wichtiger Trick:

Wenn du eine der nächsten kleinen Handlungen eines Schrittes abgearbeitet hast, streiche diese durch und notierst sofort die jeweils nächste kleine Handlung hinter dem Schritt!

  • Es geht darum, strukturiert vorzugehen und für jeden Schritt jeweils immer klar vor Augen zu haben, was die nächste kleine, überschaubare undbewältigbare Aufgabe ist.

Auf diese Art kannst du, auch zwischendurch, mal schnell etwas für dein Ziel tun (oder zwischen mehreren Aufgaben – falls erforderlich – wechseln) und die Schwelle für das Anfangen ist immer so niedrig wie möglich.

 

Ein weiterer Vorteil: Es wird immer leichter die real benötigten Zeit – für deine Aufgaben – abzuschätzen. Das bietet dir mehr Möglichkeiten für Konkretisierung und Verlässlichkeit – auch dir selbst gegenüber.

 

Fazit

Einen Aktionsplan zu erstellen erhöhst die Chancen anzufangen, dranzubleiben, und etwas zu bewegen, signifikant. Mit Hilfe von Aktionsplänen können wir lernen konkreter und disziplinierter zu planen und zu handeln – was letztendlich zu mehr Erfolgserlebnissen, Zeit, Entspannung und Zufriedenheit führt.

 

„Zeit fördert Chancengleichheit. Der Tag jedes Menschen hat exakt die gleiche Anzahl an Stunden und Minuten. Reiche können keine Zeit kaufen. Wissenschaftler keine neuen Minuten erfinden. Und Du kannst keine Zeit für einen anderen Tag sparen. Zeit ist auch erstaunlich geduldig und gerecht. Egal, wie viel Zeit Du bisher verschwendet hast, das Morgen gehört noch immer ganz Dir.“  

Denis Waitley

 

Amerkung:

Wenn du Probleme mit den einzelnen Schritten hast, dann suche dir Unterstützung, z.B. einen Coach oder Therapeuten. Auch entsprechende Literatur kann hilfreich sein.

 

Hier Weiterlesen: Suche dir einen „Verbindlichkeits-Partner

 

Hilfreiche Bücher – zum Thema- findest du hier:

            

 

Fotos:

Aktionsplan: © mari olschewski; Schuhspuren im Sand/drei Schritte…: © Jens-Uwe Lamp / PIXELIO.de, Titelbild/Treppe/Stufe um Stufe: © Rainer Sturm / PIXELIO.de.